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	<title>Le monde arabe en révolution &#187; Tunesien &#8211; Blogger-Duo</title>
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		<title>Benoît Delmas: &#8220;Die Ligen des Schattens&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2012 11:06:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>st-multimedia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
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		<description><![CDATA[In Tunesien gibt es kein anderes Thema. Die Ligen zum Schutz der Revolution flößen Angst ein. In Gabès, im Süden Tunesiens, gab es keinen Generalstreik. Die Machtprobe zwischen der Gewerkschaft UGTT und Ennahda endete mit dem Sieg der islamistischen Partei. Die Ligen, die am 18. Januar 2011 ins Leben gerufen wurde, sind zum bewaffneten Arm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Tunesien gibt es kein anderes Thema. Die Ligen zum Schutz der Revolution flößen Angst ein.</strong></p>
<p><span id="more-24487"></span>In Gabès, im Süden Tunesiens, gab es keinen Generalstreik. Die Machtprobe zwischen der Gewerkschaft UGTT und Ennahda endete mit dem Sieg der islamistischen Partei. Die Ligen, die am 18. Januar 2011 ins Leben gerufen wurde, sind zum bewaffneten Arm von Rachid Ghannouchi geworden. In dieser Stadt, zerfressen von der Umweltverschmutzung der &#8220;Groupe Chimique Tunisien&#8221; und der Arbeitslosigkeit, spricht niemand. Türen und Gesichter sind verschlossen. Bestenfalls bekennt ein Rentner, dass <em>&#8220;wir zwei Jahre nach der Revolution auf dem Weg in den Terror&#8221;</em> sind, mit Anspielung auf die zweite Phase der Französischen Revolution. Die junge tunesische Demokratie hat einen Kater an diesem von Ben Ali schikanierten, von Tunis missachteten Ort. Die vier Ligen, die die Stadt kontrollieren, geben ein unschönes Bild ab. In Sidi Boulbeb habe ich fünf Mitglieder einer Liga getroffen. In einem leeren Haus vertrauen sie mir an, sie schützten <em>&#8220;den Islam, der in Tunesien in Gefahr ist&#8221;</em>. Zwei dieser Männer saßen unter Bourgiba zehn Jahre im Gefängnis wegen ihrer religiösen Ansichten. Nun wollen sie ihren Islam einem widerspenstigen Tunesien aufzwingen. Sie sind Mitglieder von Ennahda und Salafisten und wollen eine islamistische Republik. Und kontrollieren die Stadt. Sie sollen sich eigentlich für die Revolution einsetzen, sind aber unter der Hand für ihren Anführer Rachid Ghannouchi tätig. Es ist kalt in diesem fensterlosen Mauerwerk. Sie sind höflich, aber ihre Entschlossenheit ist eisern. Tunesien feiert an diesem Tag den ersten Jahrestag der Revolution. Das Volk ist müde. Die Islamisten sind entschlossen.</p>
<p><em><strong>Benoît Delmas</strong></em></p>
<p>Bildunterschrift : Blick vom Bourgiba &#8211; Mausoleum</p>
<p>Foto : <a href="http://www.liloone.com/index.html" target="_blank">Lilia El Golli &#8211; @Liloone</a></p>
<hr />
<p><a href="http://monde-arabe.arte.tv/benoit-delmas-tous-attendent-un-executif-qui-execute/diapo-1-2/" rel="attachment wp-att-4333"><img class="alignleft" title="diapo-1" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/diapo-11.jpg" alt="" width="170" height="120" /></a>Benoît Delmas, Journalist und Schriftsteller, lebt (freiwillig) in Tunesien und ist 41 Jahre alt. Er ist Autor von vier Büchern (u. a. L&#8217;Histoire sécrète d&#8217;Endemol, erschienen bei Flammarion und Bal tragique chez Vivendi im Verlag Denoël). Er schrieb/recherchierte bereits für den Nouvel Economiste, L’Echo républicain, Technikart, Le Magazine Littéraire, Libération, Le Monde und TSR.</p>
<p>Blog: <a href="http://lewesternculturel.blogs.courrierinternational.com/" target="_blank">Le Western Culturel</a><br />Twitter: <a href="https://twitter.com/westernculturel" target="_blank">@westernculturel</a></p>
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		<title>Benoît Delmas : « Das weiße Gold »</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Dec 2012 09:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>st-multimedia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
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		<description><![CDATA[Kühe streiken nicht, aber dennoch wird die Milch knapp in Tunesien. Woran liegt das? Überall erhält man die gleiche Antwort. Wir haben keine Milch. Die kleinen Läden in den Arbeitervierteln wurden schon seit Tagen nicht mehr beliefert. In La Soukhra, jenseits der reichen Häuser, bestätigt ein alter Lebensmittelhändler, dass er sich geweigert habe, Geld für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kühe streiken nicht, aber dennoch wird die Milch knapp in Tunesien. Woran liegt das?</strong></p>
<p><span id="more-24312"></span>Überall erhält man die gleiche Antwort. Wir haben keine Milch. Die kleinen Läden in den Arbeitervierteln wurden schon seit Tagen nicht mehr beliefert. In La Soukhra, jenseits der reichen Häuser, bestätigt ein alter Lebensmittelhändler, dass er sich geweigert habe, Geld für das Getränk der kleinen Kinder zu bezahlen. Ein paar Kilometer weiter, an einer von Panzern und Soldaten bewachten Kreuzung dasselbe Spiel. Es gibt keine Milch. Auf einem Schild steht geschrieben, dass der Verkauf auf eine Tüte pro Person rationiert ist. Aber es gibt keine einzige Milchtüte mehr. Die Menschen warten sehnsüchtig auf die nächste Palette, die gleich geliefert werden soll. Kaum steht die wertvolle Fracht auf der Straße, schon stürmen alle los. Für Höflichkeit bleibt keine Zeit, jeder versucht ein in grüne Folie verpacktes Sechserpack an sich zu reißen. Zwei Minuten später ist die Milch schon wieder aus. Die Geschäftsleitung verkauft auf diese Weise die Milch bis zum letzen  Tropfen.</p>
<p><em>„Aber wo ist die Milch hin“</em>? fragen sich die Tunesier. Die erstaunliche Antwort lautet: <em>„In Libyen!“</em> Dieses Land verfügt über sämtliche Devisen jeder Art und betrachtet Tunesien seit dem Sturz des Gaddafi-Regimes als einen riesigen Supermarkt, in dem man alles kaufen kann, wenn man nur genug dafür bezahlt. So mancher Grenzbeamte ist korrupt, die Schmuggler können ihre Geschäfte nach Belieben treiben.  So wie im Sommer das Mineralwasser &#8211; das durchsichtige Gold &#8211; verschwand, so verschwindet nun das weiße Gold in einem Land, dessen Wirtschaft zum Großteil aus Landwirtschaft besteht. Die Bevölkerung ist über diesen Mangel erzürnt und kann das nicht verstehen. Eine Obst-und Gemüsehändlerin beschwert sich: <em>„Alles wird teurer (1), und Milch gibt es gar nicht mehr für unsere Kinder.“</em> Und es heißt, dass auch der Strom knapp werden könnte, wenn der Winter zu streng wird. Manche haben eine Lösung gefunden: sie bedienen sich „am Hinterteil der Kühe“, also direkt  bei den Bauern. Dort gibt es keine Schmuggler und keine zweifelhaften Zwischenhändler. Bis die Millionen Liter Milch aus Europa ankommen, muss man sich selbst zu helfen wissen&#8230;</p>
<p><em><strong>Benoît Delmas</strong></em></p>
<p>Foto : <a href="http://www.liloone.com/index.html" target="_blank">Lilia El Golli &#8211; @Liloone</a></p>
<p>1. Die Inflationsrate beträgt 5,5% in Tunesien.</p>
<hr />
<p><a href="http://monde-arabe.arte.tv/benoit-delmas-tous-attendent-un-executif-qui-execute/diapo-1-2/" rel="attachment wp-att-4333"><img class="alignleft" title="diapo-1" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/diapo-11.jpg" alt="" width="170" height="120" /></a>Benoît Delmas, Journalist und Schriftsteller, lebt (freiwillig) in Tunesien und ist 41 Jahre alt. Er ist Autor von vier Büchern (u. a. L&#8217;Histoire sécrète d&#8217;Endemol, erschienen bei Flammarion und Bal tragique chez Vivendi im Verlag Denoël). Er schrieb/recherchierte bereits für den Nouvel Economiste, L’Echo républicain, Technikart, Le Magazine Littéraire, Libération, Le Monde und TSR.</p>
<p>Blog: <a href="http://lewesternculturel.blogs.courrierinternational.com/" target="_blank">Le Western Culturel</a><br />Twitter: <a href="https://twitter.com/westernculturel" target="_blank">@westernculturel</a></p>
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		<title>Benoît Delmas: &#8220;Die haben das Land beschissen&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Dec 2012 10:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>st-multimedia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 17. Dezember wird sich die Revolution in Tunesien zum zweiten Mal jähren. Aus diesem Anlass haben wir unseren Blogger in Tunesien eingeladen, wieder für uns zu schreiben. Heute spricht Benoît Delmas über den wachsenden Volkszorn gegenüber den Ennahdha –Islamisten. Der Mann, der so spricht, ist 38, verheiratet und Vater von drei Kindern. Er arbeitet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 17. Dezember wird sich die Revolution in Tunesien zum zweiten Mal jähren. Aus diesem Anlass haben wir unseren Blogger in Tunesien eingeladen, wieder für uns zu schreiben. Heute spricht Benoît Delmas über den wachsenden Volkszorn gegenüber den Ennahdha –Islamisten.<span id="more-24129"></span></strong></p>
<p>Der Mann, der so spricht, ist 38, verheiratet und Vater von drei Kindern. Er arbeitet hart, um die Preissteigerungen für Strom und Lebensmittel aufzufangen. Er ist gläubig, betet fünf Mal am Tag und erträgt es nicht mehr, dass sich die Ennahdha in seinen Glauben einmischt. Er hat den Koran gelesen, ihn sogar mit dem Imam seiner Moschee, einem Anwalt, studiert. Dann stellte er fest, dass um ihn herum <em>&#8220;lauter Vagabunden (Gauner), die ich seit meiner Kindheit kenne, Salafisten wurden&#8221;</em>. Er diskutierte mit ihnen &#8211; vergeblich. Ridha tut es sehr leid um seine Religion. <em>&#8220;Ghannouchi will nur Hass schüren&#8221;</em>, konstatiert er. In seinen Augen hat der Sturm auf die amerikanische Botschaft <em>&#8220;Tunesien zu etwas gemacht, das es nicht ist&#8221;</em>. Am Steuer seines Wagens bekommt er alles mit. Nachts und morgens fährt er Taxi, und er weiß Bescheid. Er kennt die Viertel, die man besser meidet, die Treffpunkte der <em>&#8220;Bärtigen&#8221;</em> und die Cafés, die von der Polizei abgehört werden. Er weiß, welche Gegenden arm oder gut betucht sind. Setzt Fahrgäste ab, nimmt neue auf und unterhält sich. Während der Revolution war Ridha in Rage: <em>&#8220;Der Mann bestiehlt mich, und ich soll den Mund halten&#8221;</em>, sagte er am 6. Januar 2011 zu mir. Nach Ben Alis Abschied nach Jeddah erzählt er mir, was das Beste ist: <em>&#8220;Wir dürfen reden, dürfen unsere Unzufriedenheit aussprechen.&#8221;</em> Und er sagt, was das Schlimmste ist: <em>&#8220;Ghannouchi schert sich einen Dreck um Tunesien. Für ihn sind wir nur eine Kriegsbeute, ein Land für das Kalifat.&#8221;</em> Als gläubiger und praktizierender Moslem lehnt er ihr Programm ab. <em>&#8220;Der Islam steht für Toleranz&#8221;</em>. Er ist wütend. Er hält sein Auto an, stellt das Radio ab. <em>&#8220;Entschuldige, Benoît, wenn ich jetzt unflätig werde, aber die haben das Land beschissen.&#8221;</em> Kurze Pause. <em>&#8220;Mein Land&#8221;</em>. Ich sage ihm, dass noch nichts feststeht. Aber ich sehe, dass er mir nicht glaubt.</p>
<p><em><strong>Benoît Delmas</strong></em></p>
<p>Bildunterschrift: &#8220;Ghannouchi schert sich einen Dreck um Tunesien. Für ihn sind wir nur eine Kriegsbeute, ein Land für das Kalifat.&#8221;</p>
<p>Foto : <a href="http://www.liloone.com/index.html" target="_blank">Lilia El Golli &#8211; @Liloone</a></p>
<hr />
<p><a href="http://monde-arabe.arte.tv/benoit-delmas-tous-attendent-un-executif-qui-execute/diapo-1-2/" rel="attachment wp-att-4333"><img class="alignleft" title="diapo-1" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/diapo-11.jpg" alt="" width="170" height="120" /></a>Benoît Delmas, Journalist und Schriftsteller, lebt (freiwillig) in Tunesien und ist 41 Jahre alt. Er ist Autor von vier Büchern (u. a. L&#8217;Histoire sécrète d&#8217;Endemol, erschienen bei Flammarion und Bal tragique chez Vivendi im Verlag Denoël). Er schrieb/recherchierte bereits für den Nouvel Economiste, L’Echo républicain, Technikart, Le Magazine Littéraire, Libération, Le Monde und TSR.</p>
<p>Blog: <a href="http://lewesternculturel.blogs.courrierinternational.com/" target="_blank">Le Western Culturel</a><br />Twitter: <a href="https://twitter.com/westernculturel" target="_blank">@westernculturel</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Benoît Delmas: &#8220;Die wahnsinnigen Fahrer&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 09:02:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laure</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journal 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine einseitige Interpretation der Demokratie verwandelt die Straßen Tunesiens in ein riesiges Chaos ohne Verkehrsregeln. Die riskantesten Manöver werden zur Gewohnheit. Mitten im Stadtzentrum wenden? Kein Problem. Eine rote Ampel überfahren? Völlig normal. Eine Einbahnstraße in entgegengesetzter Richtung fahren? Alltäglich. Das Handy ist zum ständigen Begleiter geworden. Rechts überholen? Klar. Usw. usw. Der tunesische Fahrstil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine einseitige Interpretation der Demokratie verwandelt die Straßen Tunesiens in ein riesiges Chaos ohne Verkehrsregeln. Die riskantesten Manöver werden zur Gewohnheit. <span id="more-11457"></span></p>
<p>Mitten im Stadtzentrum wenden? Kein Problem. Eine rote Ampel überfahren? Völlig normal. Eine Einbahnstraße in entgegengesetzter Richtung fahren? Alltäglich. Das Handy ist zum ständigen Begleiter geworden. Rechts überholen? Klar. Usw. usw. Der tunesische Fahrstil ist sehr rasant. Jetzt, wo das Verkehrsministerium keine Statistiken zu Verkehrstoten und Verletzten mehr veröffentlicht&#8230;</p>
<p>Aber die Autofahrer sind nicht alleine schuld. Die Fußgänger tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die Situation noch zuspitzt. Sie überqueren die Straßen vorzugsweise nicht an den Zebrastreifen. Mit einer Handbewegung signalisieren sie den Autofahrern, dass sie vor ihnen über die Straße gehen werden. Koste es, was es wolle. Die einzigen, die davon profitieren, sind die Werkstätten. Es gibt Unmengen von Blechschäden zu reparieren. Scheinwerfer müssen ausgetauscht und Stoßstangen wieder befestigt werden. Kotflügel müssen neu lackiert und Rückspiegel wieder richtig eingestellt werden. Kurz, der Automobilpark braucht Ärzte, Radiologen und Chirurgen.</p>
<p>Der einzige Ort, an dem die Verkehrsregeln noch beachtet werden, ist vor dem Präsidentenpalast. Die starke Polizeipräsenz lässt das Feuer der Rennfahrer für kurze Zeit versiegen. Aber nur auf einer Strecke von 500 Metern, weiter nicht. Die Fahrer freuen sich wie Kinder, dass sie nach jahrzehntelanger Polizeidiktatur nun gegen die Verkehrsregeln verstoßen können. Leider ist die Polizei auf diesem Gebiet hilfreich, weil sie Gefahren abwendet und Tote vermeidet. Hier wurde der Film „Taxi“ zur traurigen Realität.</p>
<p><em>Bild: Hier ist ein übel zugerichtetes tunesisches Auto! / Benoît Delmas</em></p>
<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-politik-knete-medien/picto_lien-14/" rel="attachment wp-att-5468"><img title="picto_lien" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/picto_lien13.gif" alt="" width="30" height="30" /></a></strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/category/journal-2-0-de/wahlen-in-tunesien-blog/">Verfolgen Sie unser<strong></strong> Blogger-Duo Benoît Delmas und Sarah Ben Hamadi</a></p>
<hr />
<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-wenn-das-eine-tunesien-das-andere-verdeckt/diapo-1-5/" rel="attachment wp-att-5833"><img class="alignleft" title="diapo-1" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/diapo-14.jpg" alt="" width="170" height="120" /></a></strong><strong>Benoît Delmas</strong> ist 40 Jahre alt, Schriftsteller und moderiert den Blog „<a href="http://lewesternculturel.blogs.courrierinternational.com/" target="_blank">Le Western culturel</a>“. Zudem ist er journalistisch tätig. Er hat vier Bücher geschrieben (darunter „Bal tragique chez Vivendi“, das bei Denoël erschien, oder „La Forteresse Endemol“ bei Flammarion). Er war Redakteur bei Fayard, bevor er zum <em>Nouvel Economiste</em> wechselte, wo er sieben Jahre lang für die Seite Medien verantwortlich war.</p>
<p> Twitter : <a href="http://twitter.com/#!/westernculturel" target="_blank">@westernculturel</a></p>
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		</item>
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		<title>Sarah Ben Hamadi : &#8220;Eine neue Ära beginnt&#8221;</title>
		<link>http://monde-arabe.arte.tv/de/sarah-ben-hamadi-eine-neue-ara-beginnt/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 10:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laure</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journal 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Ben Hamadi :]]></category>
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		<description><![CDATA[Angst, Furcht, Euphorie, Enttäuschung und Hoffnung&#8230;das Jahr all dieser Emotionen geht in Tunesien trotz einiger Zwischenfälle und Befürchtungen recht ruhig zu Ende. Für das Land beginnt eine neue Ära seiner Geschichte. Es wäre gewagt, Vorhersagen zu machen, und es wäre naiv, nicht mehr auf der Hut zu sein. Am Montag, den 26. Dezember, übergab die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angst, Furcht, Euphorie, Enttäuschung und Hoffnung&#8230;das Jahr all dieser Emotionen geht in Tunesien trotz einiger Zwischenfälle und Befürchtungen recht ruhig zu Ende. Für das Land beginnt eine neue Ära seiner Geschichte. Es wäre gewagt, Vorhersagen zu machen, und es wäre naiv, nicht mehr auf der Hut zu sein.<span id="more-11042"></span></p>
<p>Am Montag, den 26. Dezember, übergab die Regierung von Beji Caid el Sebsi nach zehn Monaten guter und treuer Dienste die Macht an die neue Regierung. Natürlich kann man über deren Kompetenz streiten, natürlich ist man über manche Ernennungen erstaunt, und natürlich sind manche sehr umstritten. Wie zum Beispiel der Außenminister Rafik Ben Abdeslem Bouchleka, Schwiegersohn von Rachid Ghannouchi und ehemaliger Direktor des Zentrums für strategische Studien des sehr umstrittenen Senders Al Jazeera. Aber man darf auch keine vorschnellen Schlüsse ziehen, denn die Situation ist ganz neu.</p>
<p>Vor allem auch das Bündnis von Ennahda mit denen, die eigentlich ihre politischen Gegner sein sollten (die beiden Linksparteien CPR und Ettakatol). Und auch wenn man die Basis dieses Bündnisses wegen der unterschiedlichen Ideologien verurteilen kann, so bremst es doch die extremistischen Flügel der religiösen Partei. Diese steht nun vor einer großen Aufgabe: sie muss zeigen, dass Islam und Demokratie sich miteinander vereinen lassen. In diesem Jahr wurde die Diktatur in Tunesien gestürzt, und die religiöse Partei Ennahda war die stärkste Bewegung im Land.</p>
<p>Nach jahrzehntelanger Diktatur war ein Bruch unvermeidbar, und es ist nicht überraschend, dass eine konservative Partei gewählt wurde, die die Wiedereinführung moralischer Werte predigt. Vor allem angesichts der Verteilung der Stimmen auf zahlreiche progressive Parteien, die enorme strategische Fehler machten. Heute ziehen sie ihre Schlüsse aus ihrer Niederlage und schließen sich zusammen, um eine einzige Mitte-Links-Partei zu gründen&#8230;</p>
<p><em>Bild: „Für ein freies Tunesien, das stolz auf seine Vielfältigkeit ist. Im Gedenken an Libyen.“</em></p>
<p><em>Karikatur: <a href="https://www.facebook.com/pages/Selmen-Arts/199701670045543?sk=info">Selmen Arts</a></em></p>
<p><strong><strong><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/sarah-ben-hamadi-mobil-machen-und-wahlen/picto_lien-16/" rel="attachment wp-att-5757"><img class="alignleft" title="picto_lien" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/picto_lien15.gif" alt="" width="30" height="30" /></a></strong></strong></strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/category/journal-2-0-de/wahlen-in-tunesien-blog/">Verfolgen Sie unser Blogger-Duo Benoît Delmas und Sarah Ben Hamadi </a></p>
<hr />
<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/sarah-ben-hamadi-mobil-machen-und-wahlen/sarah_portait-4/" rel="attachment wp-att-5763"><img class="alignleft" title="sarah_portait" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/sarah_portait3.jpg" alt="" width="145" height="118" /></a></strong><strong>Sarah Ben Hamadi</strong> ist 27 Jahre alt und kaufmännische Leiterin beim Cérès-Verlag. Seit 2008 moderiert sie den Blog <em><a href="http://un-oeil-sur-la-planete.blogspot.com/" target="_blank">Un Oeil sur la Planète</a></em> und ist auch auf dem Blog <em><a href="http://nawaat.org/portail/" target="_blank">Nawaat</a></em> aktiv. Sarah Ben Hamidi ist Mitglied der Vereinigung zur politischen Aufsicht und Erweckung der Demokratie <em><a href="http://cahiersdelaliberte.org/blog/" target="_blank">Cahiers de la Liberté</a></em>.</p>
<p><strong title="sarah_portait">Twitter:<a href="https://twitter.com/#%21/Sarah_bh" target="_blank">@Sarah_bh</a></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Benoît Delmas: „Steuerhinterziehung, ein Volkssport“</title>
		<link>http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-%e2%80%9esteuerhinterziehung-ein-volkssport%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 15:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laure</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journal 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Wirtschaftskrise, die Tunesien aufzehrt, fordert drastische Maßnahmen. Wie zum Beispiel, dass jeder seine Steuern zahlt. Das ist nicht selbstverständlich. Ein Volkssport besteht darin, das Finanzamt zu hintergehen. Wenn auch Angestellte durch die Einbehaltung der Steuern keine Chance haben, dem Finanzamt zu entkommen &#8211; für die freien Berufe gibt es viele Möglichkeiten, sich der Steuern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wirtschaftskrise, die Tunesien aufzehrt, fordert drastische Maßnahmen. Wie zum Beispiel, dass jeder seine Steuern zahlt. Das ist nicht selbstverständlich. Ein Volkssport besteht darin, das Finanzamt zu hintergehen. <span id="more-10974"></span></p>
<p>Wenn auch Angestellte durch die Einbehaltung der Steuern keine Chance haben, dem Finanzamt zu entkommen &#8211; für die freien Berufe gibt es viele Möglichkeiten, sich der Steuern zu entziehen. Sich taub stellen zum Beispiel. Sich mit dem Steuerprüfer per Handschlag einigen. Kurz: nichts zum Staatshaushalt beisteuern. Und der Staat kann ohne bedeutende Steuereinnahmen keine großen Infrastrukturprojekte ins Leben rufen, nicht den Arbeitslosen helfen und auch nicht die tausend Herausforderungen der jungen tunesischen Demokratie bewältigen.</p>
<p>Wenn man engelsgleich fragt: <em>„Wer zahlt hier Steuern?“</em> brechen alle in Lachen aus. <em>„Die Firmenchefs behalten die Steuern von ihren Angestellten ein, doch viele „vergessen“, sie ans Finanzamt abzuführen<em>“</em></em>, erklärt der Firmenchef Béchir. Für Brahim, der selbst Finanzbeamte ist, <em>„gibt es keinen rechten Willen, die ausstehenden Beträge einzusammeln“</em>. Für seine Moral ist der Staat nicht berühmt. Mit den Steuern baut man Straßen, Krankenhäuser und Schulen. Man stellt Lehrer ein, Ärzte, Sozialarbeiter, Soldaten&#8230; Wenn man sich weigert, die Betrüger zu bestrafen und lieber Bestechungsgelder annimmt, wenn man die Augen vor den großen Vermögen verschließt, gehen dem Land einige Millionen Dinars verloren, die so manche Region dringend brauchen könnte.</p>
<p>Seit dem 17. Dezember, als sich Mohammed Bouazizi aus Verzweiflung verbrannt hat, hat sich die Situation für diejenigen, die nichts haben, nicht verbessert. Ein Jahr später leben zwei Tunesien nebeneinander. Kann und will die Regierung Jebali das Land wieder auf den richtigen Kurs bringen? Steuersünder wurden gerade begnadigt: wer seine Steuererklärung nicht abgegeben hat, wird nicht bestraft. Eine Belohnung für Betrüger?</p>
<p><em>Bild: Das Finanzministerium in Tunis. <em>Flickr/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.fr" target="_blank">CC BY 2.0</a>/Leandro</em><br /></em></p>
<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-politik-knete-medien/picto_lien-14/" rel="attachment wp-att-5468"><img class="alignleft" title="picto_lien" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/picto_lien13.gif" alt="" width="30" height="30" /></a></strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/category/journal-2-0-de/wahlen-in-tunesien-blog/">Verfolgen Sie unser<strong></strong> Blogger-Duo Benoît Delmas und Sarah Ben Hamadi</a></p>
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<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-wenn-das-eine-tunesien-das-andere-verdeckt/diapo-1-5/" rel="attachment wp-att-5833"><img class="alignleft" title="diapo-1" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/diapo-14.jpg" alt="" width="170" height="120" /></a></strong><strong>Benoît Delmas</strong> ist 40 Jahre alt, Schriftsteller und moderiert den Blog „<a href="http://lewesternculturel.blogs.courrierinternational.com/" target="_blank">Le Western culturel</a>“. Zudem ist er journalistisch tätig. Er hat vier Bücher geschrieben (darunter „Bal tragique chez Vivendi“, das bei Denoël erschien, oder „La Forteresse Endemol“ bei Flammarion). Er war Redakteur bei Fayard, bevor er zum <em>Nouvel Economiste</em> wechselte, wo er sieben Jahre lang für die Seite Medien verantwortlich war.</p>
<p> Twitter : <a href="http://twitter.com/#!/westernculturel" target="_blank">@westernculturel</a></p>
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		<title>Sarah Ben Hamadi: „Tunesien und der Zirkus der drei Parteien“</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 09:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>st-multimedia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journal 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
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		<description><![CDATA[Marzouki schlägt vor, die Präsidentenpaläste zu verkaufen, um Arbeitsplätze zu schaffen. Ennahda macht halbamtliche Ankündigungen, um sie kurz darauf wieder zu dementieren. CPR und Ettakatol versuchen, ihre Westen in der Öffentlichkeit rein zu waschen. Willkommen im Zirkus der drei Parteien! Am Samstag, den 17. Dezember, stand eine Fahrt nach Sidi Bouzid auf dem Programm. Dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marzouki schlägt vor, die Präsidentenpaläste zu verkaufen, um Arbeitsplätze zu schaffen. Ennahda macht halbamtliche Ankündigungen, um sie kurz darauf wieder zu dementieren. CPR und Ettakatol versuchen, ihre Westen in der Öffentlichkeit rein zu waschen. Willkommen im Zirkus der drei Parteien!<span id="more-10556"></span></p>
<p>Am Samstag, den 17. Dezember, stand eine Fahrt nach Sidi Bouzid auf dem Programm. Dort musste man zum Gedenktag einer Selbstverbrennung erscheinen, die die Geschichte des Landes und der ganzen Welt verändert hat. Allen politischen Führern war es wichtig, dort hinzufahren. Ergebnis: ein nationaler Feiertag, der sich nicht sehr von denen unterschied, die Ben Ali organisierte. Denn wenn sich auch die Worte geändert haben, die Reden sind die gleichen geblieben. Der 7. November 1987 wurde durch den 17. Dezember 2010 ersetzt, ansonsten änderte sich nur das Vokabular und die Einbettung in den Kontext. Für die Menschen in Sidi Bouzid war es das erste Mal, dass sie sich im Zentrum der Aufmerksamkeit befanden. Aber vielleicht ist es nicht das, was sie wollen. Sie warten vielmehr auf dringende und konkrete Maßnahmen. Doch gerade die stagnieren, das Dreiparteiengespann hat noch Probleme, seriös aufzutreten und zu handeln. 51 Minister und Staatssekretäre wurden letzte Woche angekündigt, und zum allgemeinen Erstaunen wurde die Liste der Regierung am Dienstagabend auf 41 gekürzt. 41 Mitglieder einer Übergangsregierung in einem Land, das gerade eine Wirtschaftskrise durchmacht. Vielleicht sollen sie alle mit einem Ressort zu Lasten der Steuerzahler zufriedengestellt werden? Das ist vielleicht großzügig, aber mit Sicherheit nicht intelligent…</p>
<p>Nichts funktioniert bei dem Mehrheitsbündnis, das sich zwei Monate nach den Wahlen immer noch schwer tut, mit der Arbeit zu beginnen. Anfängerfehler, politische Unreife oder Mangel an Erfahrung &#8211; das Dreigespann begeht immer wieder neue Fehler, und zwar einen nach dem anderen. Die Übergangsregierung ist noch immer nicht eingesetzt, und die Maschinerie scheint auch nicht in Gang zu kommen. Eine Gelegenheit für die Opposition, ihre Reihen zu stärken und sich auf die nächsten Wahlen vorzubereiten.</p>
<p><em>Karikatur:</em> <em> <a href="http://www.debatunisie.com/archives/2011/12/21/23013863.html" target="_blank">Z</a></em></p>
<p>„<em>Bildtext: Markthalle in Karthago</em></p>
<p><em>„Kommen Sie, greifen Sie zu!“</em></p>
<p><em>„Kaufen Sie einen Palast&#8230;“</em></p>
<p><em>„..und erhalten Sie gratis ein Dessous von Leïla! “</em></p>
<p>Ein Interview mit „Z&#8221;, Blogger und Autor des Comics „Révolution! Des années mauves à la fuite de Carthage&#8221; („Revolution! Fliederfarbene Jahre auf der Flucht aus Karthago&#8221;)</p>
<p><object id="playerArte" width="600" height="400" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="src" value="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;lang=de&amp;configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;mode=prod&amp;videoId=4019068&amp;autoPlay=true&amp;admin=false&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Ftunesien%5Fdas%5Fende%5Fder%5Ffliederfarbenen%5Fjahre%2D4019068%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;embed=true&amp;autoPlay=false" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="pluginspage" value="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" /><embed id="playerArte" width="600" height="400" type="application/x-shockwave-flash" src="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;lang=de&amp;configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;mode=prod&amp;videoId=4019068&amp;autoPlay=true&amp;admin=false&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Ftunesien%5Fdas%5Fende%5Fder%5Ffliederfarbenen%5Fjahre%2D4019068%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;embed=true&amp;autoPlay=false" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" quality="high" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" /></object></p>
<p><strong><strong><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/sarah-ben-hamadi-mobil-machen-und-wahlen/picto_lien-16/" rel="attachment wp-att-5757"><img title="picto_lien" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/picto_lien15.gif" alt="" width="30" height="30" /></a></strong></strong></strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/category/journal-2-0-de/wahlen-in-tunesien-blog/">Verfolgen Sie unser Blogger-Duo Benoît Delmas und Sarah Ben Hamadi </a></p>
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<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/sarah-ben-hamadi-mobil-machen-und-wahlen/sarah_portait-4/" rel="attachment wp-att-5763"><img class="alignleft" title="sarah_portait" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/sarah_portait3.jpg" alt="" width="145" height="118" /></a></strong><strong>Sarah Ben Hamadi</strong> ist 27 Jahre alt und kaufmännische Leiterin beim Cérès-Verlag. Seit 2008 moderiert sie den Blog <em><a href="http://un-oeil-sur-la-planete.blogspot.com/" target="_blank">Un Oeil sur la Planète</a></em> und ist auch auf dem Blog <em><a href="http://nawaat.org/portail/" target="_blank">Nawaat</a></em> aktiv. Sarah Ben Hamidi ist Mitglied der Vereinigung zur politischen Aufsicht und Erweckung der Demokratie <em><a href="http://cahiersdelaliberte.org/blog/" target="_blank">Cahiers de la Liberté</a></em>.</p>
<p><strong title="sarah_portait">Twitter:<a href="https://twitter.com/#%21/Sarah_bh" target="_blank">@Sarah_bh</a></strong></p>
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		<title>Benoît Delmas: „Marzouki, ein Ehrenmann“</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 09:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>st-multimedia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journal 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
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		<description><![CDATA[Moncef Marzouki zögert nicht. Kaum wurde er zum Präsident der Republik ernannt, schon trifft er Entscheidungen mit starker symbolischer Wirkung.  2001 wurde er von Ben Ali eingesperrt und verdankt seine Befreiung dem Einsatz von Nelson Mandela. Seit seiner Rückkehr nach Tunesien hat Dr. Marzouki eine diskrete Wahlkampagne geführt, ohne Geld. Sein Askese hebt sich stark [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Moncef Marzouki zögert nicht. Kaum wurde er zum Präsident der Republik ernannt, schon trifft er Entscheidungen mit starker symbolischer Wirkung.<span id="more-10438"></span></p>
<p> 2001 wurde er von Ben Ali eingesperrt und verdankt seine Befreiung dem Einsatz von Nelson Mandela. Seit seiner Rückkehr nach Tunesien hat Dr. Marzouki eine diskrete Wahlkampagne geführt, ohne Geld. Sein Askese hebt sich stark von dem vorherrschenden Reichtum ab.</p>
<p>Er kündigte an, dass er in einer Villa wohnen wird, die dem Palast von Karthago angeschlossen ist. Den Präsidentenpalast selbst hielt er für übertrieben. Und er erklärte sofort, dass er alle über das Land verstreuten Paläste verkaufen möchte. Das Geld wird dem Staat zugutekommen. Als er die Orte besichtigte, war er erstaunt von der Fülle an archäologischen Schätzen und forderte, dass sie den entsprechenden Museen ausgehändigt werden. Am Samstag fuhr er zu Ehren von Mohammed Bouazizi nach Sidi Bouzid. Es ist schon lange her, dass ein Präsident ins Zentrum Tunesiens gefahren ist.</p>
<p>Ein symbolischer Akt nach dem anderen, Moncef Marzouki setzt den Tunesiern Zeichen. Schluss mit dem Reichtum des Königs, Schluss mit dem Kult des Scheins, Schluss mit der legalisierten Geldgier, Schluss mit der Ignoranz des Palastes von Karthago gegenüber den restlichen Regionen, Schluss mit dem Egoismus. Es ist Zeit für eine nationale Aussöhnung.</p>
<p> Der vierte Präsident von Tunesien unternimmt gewagte und wesentliche Schritte. Der Mann möchte mit dem Volk sprechen und den Menschen zeigen, dass sich der Staat um sie kümmern wird.</p>
<p> Er kündigt an, dass er bleibt, wie er ist: ohne Krawatte. Um es mit den Worten Cyranos auszudrücken, „seine Eleganz ist moralischer Natur“ .</p>
<p> Viel Glück, Herr Präsident.</p>
<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-politik-knete-medien/picto_lien-14/" rel="attachment wp-att-5468"><img title="picto_lien" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/picto_lien13.gif" alt="" width="30" height="30" /></a></strong> <a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/video/moncef-marzouki-2/">Ein Interview mit dem tunesischen Oppositionspolitiker im Mai 2011</a></p>
<p> <strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-politik-knete-medien/picto_lien-14/" rel="attachment wp-att-5468"><img title="picto_lien" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/picto_lien13.gif" alt="" width="30" height="30" /></a></strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/category/journal-2-0-de/wahlen-in-tunesien-blog/">Verfolgen Sie unser<strong></strong> Blogger-Duo Benoît Delmas und Sarah Ben Hamadi</a></p>
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<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-wenn-das-eine-tunesien-das-andere-verdeckt/diapo-1-5/" rel="attachment wp-att-5833"><img class="alignleft" title="diapo-1" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/diapo-14.jpg" alt="" width="170" height="120" /></a></strong><strong>Benoît Delmas</strong> ist 40 Jahre alt, Schriftsteller und moderiert den Blog „<a href="http://lewesternculturel.blogs.courrierinternational.com" target="_blank">Le Western culturel</a>“. Zudem ist er journalistisch tätig. Er hat vier Bücher geschrieben (darunter „Bal tragique chez Vivendi“, das bei Denoël erschien, oder „La Forteresse Endemol“ bei Flammarion). Er war Redakteur bei Fayard, bevor er zum <em>Nouvel Economiste</em> wechselte, wo er sieben Jahre lang für die Seite Medien verantwortlich war.</p>
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		<title>Sarah Ben Hamadi: &#8220;Rached Ghannouchi, der zweite Präsident&#8221;</title>
		<link>http://monde-arabe.arte.tv/de/sarah-ben-hamadi-rached-ghannouchi-der-zweite-prasident/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 18:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>donatien</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journal 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
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		<description><![CDATA[Rached Ghannouchi in Katar, Rached Ghannouchi in Algerien, Rached Ghannouchi in den USA, Rached Ghannouchi in Libyen. Während Moncef Marzouki ohne jegliche Privilegien das Amt des Präsidenten der Republik antritt, nimmt der Ennahda-Gründer seine Rolle sehr ernst. Es ist ein historischer Augenblick mit bitterem Beigeschmack. Die verfassungsgebende Versammlung stimmt ab, um den Präsidenten der tunesischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rached Ghannouchi in Katar, Rached Ghannouchi in Algerien, Rached Ghannouchi in den USA, Rached Ghannouchi in Libyen. Während Moncef Marzouki ohne jegliche Privilegien das Amt des Präsidenten der Republik antritt, nimmt der Ennahda-Gründer seine Rolle sehr ernst.<span id="more-10064"></span></p>
<p>Es ist ein historischer Augenblick mit bitterem Beigeschmack. Die verfassungsgebende Versammlung stimmt ab, um den Präsidenten der tunesischen Republik zu wählen. Moncef Marzouki ist der einzige Kandidat für dieses Amt, nachdem neun Kandidaten abgelehnt wurden, weil sie nicht die erforderlichen Kriterien erfüllten. Er wird von der Versammlung mit 153 Stimmen gewählt, im Einverständnis von drei Parteien als Kandidat aufgestellt und zum Präsidenten erklärt, obwohl er an den Urnen nur acht Prozent der Stimmen erhielt. Doch das ist egal. Am 13. Dezember schwor Marzouki seinen Amtseid und wurde Präsident der Republik. Ein ehrenvoller Posten auf unbestimmte Zeit. Die verfassungsgebende Versammlung hatte gegen eine Befristung seines Mandats und für unverhältnismäßig viel Macht für den Premierminister gestimmt.</p>
<p>In der Zwischenzeit macht Rached Ghannouchi seine diplomatische Rundreise. Nach Katar und Algerien reist er Anfang Dezember in die Vereinigten Staaten, um seine neuen amerikanischen, aber auch israelischen Verbündeten zu beruhigen. Dieser Besuch hat in Tunesien nicht viel Aufsehen erregt. Das hätte er aber sollen! Vor der Wahl zögerte die Ennahda nicht, die Palästinenserfrage für ihre Zwecke zu benutzen. Ich frage mich, was ihre Wähler heute über die Beziehungen des Ennahda-Anführers mit dem <a href="http://www.aipac.org/" target="_blank">AIPAC</a> (Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten) denken, der mächtigsten und einflussreichsten israelischen Lobby in den USA. Und da in Wirklichkeit jetzt der Scheich Ben Alis Platz einnimmt, wird sein Schwiegersohn Rafik Ben Abdelsalem bereits für das Amt des Außenministers gehandelt.</p>
<p>Marzouki, der große Aktivist sowie Verfechter der Menschenrechte und der Freiheit, wird heute als Präsident wegen seiner Kompromisse und seiner Unterwürfigkeit gegenüber der Ennahda kritisiert. Er sollte den prächtigen Palast von Karthago genießen, denn es scheint, als hätte er sonst nichts zu tun, um sich die Zeit zu vertreiben!</p>
<p><em>Karikatur:</em> <em><a href="https://www.facebook.com/BY.ADENOV" target="_blank">Adenov</a></em></p>
<p><em>Bildtext:</em></p>
<p><em>„Die Rechte des neuen Präsidenten“</em></p>
<p><em>„Ich habe den Amtseid geleistet. Was sind jetzt meine Rechte?“</em></p>
<p><em>„Sie haben das Recht zu schweigen. Wenn Sie davon keinen Gebrauch machen, kann alles was Sie sagen, gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht auf einen Anwalt.“</em></p>
<p><strong><strong><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/sarah-ben-hamadi-mobil-machen-und-wahlen/picto_lien-16/" rel="attachment wp-att-5757"><img class="alignleft" title="picto_lien" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/picto_lien15.gif" alt="" width="30" height="30" /></a></strong></strong></strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/category/journal-2-0-de/wahlen-in-tunesien-blog/"><strong>Wahlen in Tunesien &#8211; </strong>Verfolgen Sie unser Blogger-Duo Benoît Delmas und Sarah Ben Hamadi</a></p>
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<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/sarah-ben-hamadi-mobil-machen-und-wahlen/sarah_portait-4/" rel="attachment wp-att-5763"><img class="alignleft" title="sarah_portait" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/sarah_portait3.jpg" alt="" width="145" height="118" /></a></strong><strong>Sarah Ben Hamadi</strong> ist 27 Jahre alt und kaufmännische Leiterin beim Cérès-Verlag. Seit 2008 moderiert sie den Blog <em><a href="http://un-oeil-sur-la-planete.blogspot.com/" target="_blank">Un Oeil sur la Planète</a></em> und ist auch auf dem Blog <em><a href="http://nawaat.org/portail/" target="_blank">Nawaat</a></em> aktiv. Sarah Ben Hamidi ist Mitglied der Vereinigung zur politischen Aufsicht und Erweckung der Demokratie <em><a href="http://cahiersdelaliberte.org/blog/" target="_blank">Cahiers de la Liberté</a></em>.</p>
<p>Twitter: <a href="https://twitter.com/#%21/Sarah_bh" target="_blank">@Sarah_bh</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Benoît Delmas: &#8220;Könnte es eine zweite Revolution geben?&#8221;</title>
		<link>http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-konnte-es-eine-zweite-revolution-geben/</link>
		<comments>http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-konnte-es-eine-zweite-revolution-geben/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 10:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>donatien</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journal 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien - Blogger-Duo]]></category>
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		<description><![CDATA[Die sozialen Bedingungen, die die Revolution vom 14. Januar ausgelöst haben, haben sich im letzten Jahr noch verschlechtert. Es brodelt im Zentrum, im Süden und im Osten Tunesiens. Viele dachten, dass alles besser werden würde, wenn Leila und Zine Ben Ali erst einmal weg sind. Das trifft vielleicht für die persönlichen Freiheiten zu. Die Politik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die sozialen Bedingungen, die die Revolution vom 14. Januar ausgelöst haben, haben sich im letzten Jahr noch verschlechtert. Es brodelt im Zentrum, im Süden und im Osten Tunesiens.</p>
<p><span id="more-10005"></span></p>
<p>Viele dachten, dass alles besser werden würde, wenn Leila und Zine Ben Ali erst einmal weg sind. Das trifft vielleicht für die persönlichen Freiheiten zu. Die Politik ist seither die Angelegenheit von jedem Einzelnen. Man kann sagen, was man denkt, und tun, was man möchte. Es ist eine Demokratie. Aber Tunesien hat sich aus wirtschaftlichen Gründen gegen Ben Ali aufgelehnt. Denn der hat beim IWF &amp; Co gepunktet, während Teile seines Volkes in bitterer Armut lebten. Und es wurde noch nichts unternommen, um diese Wunden zu heilen.</p>
<p>In fünf Tagen jährt sich der Todestag von Mohammed Bouazizi, diesem Obst- und Gemüsehändler, der sich am 17. Dezember 2010 selbst verbrannt hat. Diese Tat trug dazu bei, Aufstände im ganzen Land entflammen zu lassen. Doch wie sieht es ein Jahr danach aus? 800.000 Menschen sind arbeitslos (von 10,6 Millionen Einwohnern). Die Regionen, die in Vergessenheit geraten waren, sind es noch immer. Das große Aufräumen hat noch nicht stattgefunden. Es gibt immer noch Korruption, die taktisch geschickt und diskret stattfindet. Die Medien, die schon Zine den Weg geebnet haben, haben ihre Ausrichtung geändert, aber die Gesichter sind die gleichen geblieben. Die Einheitspartei RCD wurde verboten, aber ihr Netzwerk ist noch aktiv. Das alles sind Fakten, die die Wut derjenigen schüren, die nichts oder nur sehr wenig haben.</p>
<p>Während die verfassungsgebende Versammlung ihre Arbeit aufnimmt und über die Arbeitsmarktpolitik entscheidet, steht ein Großteil der Tunesier mittellos da. Und darauf machen sie in Gafsa, Kasserine, Sidi Bouzid und all diesen kaputten Städten aufmerksam. Es wird regelmäßig von Gewalt, Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften und Bränden berichtet.</p>
<p>Der Diktator ist geflohen, aber die Ursachen der Wut sind noch genauso lebendig.</p>
<p><em>Illustration : eine Demonstration für Brot und das Grundrecht auf Nahrung.</em></p>
<p><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-politik-knete-medien/picto_lien-14/" rel="attachment wp-att-5468"><img class="alignleft" title="picto_lien" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/picto_lien13.gif" alt="" width="30" height="30" /></a> <a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/category/journal-2-0-de/wahlen-in-tunesien-blog/"><strong>Wahlen in Tunesien &#8211; </strong>Verfolgen Sie unser Blogger-Duo Benoît Delmas und Sarah Ben Hamadi</a></p>
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<p><strong><a href="http://monde-arabe.arte.tv/de/benoit-delmas-wenn-das-eine-tunesien-das-andere-verdeckt/diapo-1-5/" rel="attachment wp-att-5833"><img class="alignleft" title="diapo-1" src="http://monde-arabe.arte.tv/wp-content/uploads/diapo-14.jpg" alt="" width="170" height="120" /></a></strong><strong>Benoît Delmas</strong> ist 40 Jahre alt, Schriftsteller und moderiert den Blog „<a href="http://lewesternculturel.blogs.courrierinternational.com" target="_blank">Le Western culturel</a>“. Zudem ist er journalistisch tätig. Er hat vier Bücher geschrieben (darunter „Bal tragique chez Vivendi“, das bei Denoël erschien, oder „La Forteresse Endemol“ bei Flammarion). Er war Redakteur bei Fayard, bevor er zum <em>Nouvel Economiste</em> wechselte, wo er sieben Jahre lang für die Seite Medien verantwortlich war.</p>
<p>Twitter: <a href="https://twitter.com/#%21/westernculturel" target="_blank">@westernculturel</a></p>
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